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Interview: Rodja Pavlik über den österreichischen und deutschen Independent-Film


Rodja Pavlik ist so etwas wie der Schutzpatron der Independent-Filmszene: Seit mittlerweile 14 Jahren bricht der Wiener Journalist eine Lanze für unabhängig produzierte Filme. Er berichtet von liebevoll gemachten Amateurfilmen ebenso wie von professionell inszenierten Werken abseits des Mainstreams. Er interviewt ihre Macher, versorgt sie mit Informationen zu Festivals, Wettbewerben und anderen Entwicklungen, und bemüht sich um die Vernetzung der Szene - nicht nur über seinen Blog HomeMovieCorner, sondern auch über Facebook und eigens organisierte Filmabende. So viel Leidenschaft ist selten für eine Filmszene, die anderswo mitunter gar nicht wahrgenommen wird - geschweige denn ausreichend Berichterstattung oder Wertschätzung erfährt.

Ich habe mit Rodja zum ersten Mal Anfang 2012 gesprochen, als ich erste Pläne für meinen zweiten Spielfilm BROT UND SPIELE entwickelte - der Schauspieler Thomas Nash hatte mir empfohlen, ihn zu kontaktieren. Über die Jahre hinweg habe ich nicht nur gesehen, wie sehr sich Rodja für die Szene einsetzt, sondern auch gemerkt, wie oft ich selber anderen Filmemachern empfehle, ihn anzuschreiben. Grund genug, ihn mal ausführlich zu interviewen!

Am 14. Februar 2015 traf ich Rodja im Wiener Café Sperl - ja, dort wurde auch BEFORE SUNRISE gedreht. Zu Kaffee und Apfelstrudel plauderten wir über seinen Enthusiasmus für den Indie-Film und seine Gedanken und Wünsche für die weitere Entwicklung der Szene. Danach ging es noch zum nächstgelegenen Asiaten, wo wir off the record Projektideen und Filmbegeisterung ausgetauscht haben.

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ZOMBIE VS. NINJA: Zwei Filme zum Preis von keinem!


Zombie vs. Ninja, Genzel vs. Don Arrigone: Zwei Schmalfilm-affine Filmfreunde sprechen über wundersames Schnipselkino von Ninja-Verramscher Godfrey Ho.

Genzel: "Zombiefilm oder Eastern", wünscht sich Don Arrigone beim Besuch zum Filmabend im Genzel HQ. Weil ich die Interessen junger Cinephiler ernst nehme, kann ich mit nur einem Film beide Desiderate abdecken: ZOMBIE VS. NINJA, ein Streifen aus dem unendlichen Ninja-Fundus von Godfrey Ho, der meistens alte Ramschfilme aufkaufte und mit ein paar eigens gedrehten Ninjaszenen zu praktisch neuen Ramschfilmen umfunktionierte. Seine Ninjas tragen gerne bunte Klamotten und Stirnbänder, auf denen das Wort "Ninja" steht, und sie haben freilich mit der Handlung der Originalfilme rein gar nichts zu tun, sondern werden irgendwie per Schnitt und Synchronisation ins Geschehen gebracht. Und wenn schon Ninjas das Herz des Videothekenkellerfans höher schlagen lassen, ist die Aussicht auf eine Begegnung zwischen Ninjas und untoten Gesellen geradewegs entzückend.

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THE HYENA: Ein Erotikthriller ohne den geringsten Streß


Von 1994 an kümmerte sich der italienische Vielfilmer Aristide Massaccesi, besser bekannt unter seinem oft verwendeten Pseudonym "Joe D'Amato", fast ausschließlich um die Erwachsenenunterhaltung: Bis zu Massaccesis Tod im Jahr 1999 entstanden über 100 Hardcore-Titel, in denen sich die Protagonisten quer durch geschichtliche, literarische und mythologische Szenarien - Verzeihung: - vögelten. Nur ganze vier Mal entstanden noch Streifen, die nichts mit dem XXX-Genre zu tun haben - und doch ganz zum Gesamtwerk dieses Regisseurs passen, der einst im Interview mit Splatting Image sagte: "Ja, ich mag nackte Körper, weil die sehr kommerziell sind." Rein professionelles Interesse also.

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FASHION CRIMES: Ein Giallo für Komplettisten


Das Model Gloria (Teresa Leopardi, ARIZONA ROAD) muß nachts auf der Landstraße wegen einer Baustelle eine Umleitung fahren, dann bleibt ihr Wagen liegen. Sie kommt zu einer Villa, wo sie um Hilfe bitten will - stattdessen beobachtet sie dort aber einen Mord und landet mit einem Nervenzusammenbruch im Krankenhaus. Die Polizei fährt unter Leitung von Commissioner Rizzo (Anthony Franciosa, TENEBRE) zu eben jener Villa, um ihren Angaben nachzugehen - aber dort gibt es nicht nur keine Leiche zu entdecken, auch das Haus scheint schon seit zwanzig Jahren leerzustehen. Der Psychiater Contini (Miles O'Keeffe, ATOR - HERR DES FEUERS) beginnt eine Therapie mit Gloria - aber die scheint von einem mysteriösen Killer verfolgt zu werden ...

Wie so ziemlich jeder anständige Giallo ist auch dieser spät erschienene Vertreter seines Genres vornehmlich ein Erinnerungspuzzle: Ein Gewaltverbrechen ist geschehen, aber übrig davon sind nur Bruchstücke von Wahrnehmungen - in diesem Falle sowohl visueller als auch auditiver Natur: Gloria erinnert sich daran, wie ein Mann eine Frau erschlagen hat (das ist als Silhouette hinter einem Vorhang zu sehen), und hat noch die laut dröhnende Opernmusik im Ohr, die währenddessen im Radio lief und alle anderen Geräusche übertönte.

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Interview: Mark W. Travis on GOING UNDER and studio interference / Mark W. Travis über U-BOOT ACADEMY und Studioeingriffe


Deutsche Version des Interviews HIER / German translation of interview HERE

Back in the Nineties, I came across a comedy on German television starring Bill Pullman that was called U-BOOT ACADEMY - a film that seemed to be in the same vein as the POLICE ACADEMY movies, with lovably goofy characters and a delightfully silly kind of humor. Even though Michael Winslow had a small part in it, the film actually didn't have anything to do with the ACADEMY series, as I later found out - its original title was GOING UNDER. Regardless of its connection or lack thereof to the ACADEMY movies, I loved the film - its visual gags, its crazy ideas, its Zucker-style absurdity. Pullman was in his wonderful early comedy mode, and the film (which I've always seen in its dubbed version, which adds quite a lot of puns) remains endlessly quotable.

Over the years, I've always kept an eye out for other films made by GOING UNDER's director, Mark W. Travis. While Mark has worked extensively in television and theatre, GOING UNDER remains his only feature film. However, Mark went on to become a well-regarded teacher, doing acting and directing workshops all over the world, and releasing several books on directing, e.g. THE FILM DIRECTOR'S BAG OF TRICKS. You can find out more about him on his website.

After revisiting the film a few months ago and writing about it (here - a German-language review, though, like most entries in this blog), I decided to contact Mark and interview him about the film. I was surprised to hear that there was a lot of behind-the-scenes drama in post-production, and the finished film isn't what Mark wanted at all ...
Click here to read the interview.

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ARIZONA ROAD: Action mit Freund Sparefroh


Der Italiener Fabrizio De Angelis und der US-Staat Arizona haben eine besondere Beziehungen zueinander: Dort hat der gute Mann nämlich nicht nur den Wandschrank-ähnlichen Mimen Mark Gregory in gleich drei RAMBO-Rip-Offs unter dem Namen THUNDER gegen brutale Polizisten antreten lassen, sondern auch den Actionkrimi GIANT KILLER und den ganz ähnlich gearteten SAG NIE WIEDER INDIO inszeniert. Das macht vor allem deswegen Sinn, weil De Angelis, früher Produzent diverser Fulci-Streifen wie WOODOO - DIE SCHRECKENSINSEL DER ZOMBIES, der heiteren Mixtur ZOMBIES UNTER KANNIBALEN und des Endzeitkrachers THE RIFFS - DIE GEWALT SIND WIR, als Regisseur primär sehr sparsam unterwegs war. Kosten und Aufwand scheinen dem Mann generell zuwider gewesen zu sein, weshalb ihm die prächtige Landschaft Arizonas wohl sehr sympathisch war: Die sieht nämlich auch ohne Geld richtig üppig auf der Kinoleinwand aus.

Obwohl De Angelis in seinen späteren Jahren hauptsächlich damit beschäftigt war, mehr KARATE-KID-Rip-Offs zu drehen, als Ralph Macchio je schauen könnte, begab er sich 1991 für das Actiondrama ARIZONA ROAD doch noch mal auf vertrautes Terrain: Hier darf wie zu guten alten THUNDER-Zeiten ein armer Bursche von Autoritätsfiguren mißhandelt und verfolgt werden, bis er dann beim knallharten Rachefeldzug klare Verhältnisse schafft. Vor allem mit Polizisten scheint es De Angelis auch nicht so gehabt zu haben: Die sind bei ihm gerne mal sadistische Brutalos, korrupte Rassisten oder, wie in THE IRON GIRL, einfach überhaupt nicht hilfreich. Ergo darf auch hier ein kaltschnäuziger Großkapitalist mit einem dicken Sheriff zusammenarbeiten, der für ihn die Drecksarbeit übernimmt.

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HILFE - DIE VERWANDTEN KOMMEN - Ein echter Gammel-Bammel-Dingeding


Was haben die folgenden Dinge gemeinsam: Ein Hammer, ein Aktenordner, ein Staubwedel, eine defekte Parkuhr, ein offener Luftpolsterumschlag, eine schwarze Krawatte, drei Dutzend Eier, das Anlageformular N bei der Einkommenssteuererklärung, ein Laternenpfahl, die späten Texte von Thomas Bernhard, vier Staubsaugerbeutel, eine Baustelle, ein Eimer Sand und ein Inkassoverfahren? Völlig richtig: Sie sind allesamt lustiger als der Film HILFE - DIE VERWANDTEN KOMMEN.

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DUELL: Der archaische Kampf zwischen Mann und Monster


David Mann denkt sich nicht viel dabei, als er den schmutzigen alten Lastwagen auf dem Highway überholt, um zügig voranzukommen. Es irritiert ihn ein wenig, daß der Truckfahrer ihn nur eine Minute später selber wieder überholt. David fährt nochmal an ihm vorbei. Es ist der Beginn eines Katz-und-Maus-Spiels, in dem der Lastwagenfahrer immer gefährlicher und bedrohlicher mit David spielt, und das sich in kurzer Zeit zu einem Kampf auf Leben und Tod entwickelt.

Warum hat es der Fahrer auf David abgesehen? Hat er sich über Davids Überholmanöver geärgert? Fühlt er sich von ihm herausgefordert? Oder ist er einfach ein Irrer, der sich als König des Highways aufspielt und immer wieder wehrlose Opfer heraussucht? Wir wissen es ebensowenig wie David. Sicher ist nur, daß es der LKW-Fahrer ernst meint: Spätestens, als er versucht, mit seinem Truck David an einem Bahnübergang auf die Gleise zu schieben, während gerade ein Zug vorbeidonnert, ist klar, daß die Tempo- und Überholspielchen nur der Auftakt waren.

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THE IRON GIRL: Low-Budget-Karate mit Over-the-Top-Synchro

 
"Leute wie du sollten rappen oder steppen, aber nicht die Kundschaft neppen", empfiehlt der halbstarke Rocker in einer fast leeren Kneipe dem wie Eddie Murphy herumkieksenden schwarzen Kellner - herzlich willkommen im Synchronisationswunder THE IRON GIRL! Man kennt das ja von anderen Streifen, daß sich die deutschen Sprecher mit flapsigen Sprüchen und heiterem Geblödel die Kante geben - manchmal, um den Witz noch ein bißchen zu verstärken, wie in den Terence-Hill-und-Bud-Spencer-Filmen, und manchmal, um überhaupt welchen hineinzukriegen, wie - nunja - in den ganz frühen Terence-Hill-und-Bud-Spencer-Filmen. THE IRON GIRL geht da noch einen Schritt weiter: Die Synchronmeister schienen sich derart bei dem billig inszenierten Karatefilmchen gelangweilt zu haben, daß sie nicht nur herumblödeln, sondern sich dabei sogar über den Film lustig machen.

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BLACK ZOMBIES: Die Rache der ausgebeuteten Kolonien


Da sind wir wieder im Land der vermeintlichen Fortsetzungen: DEMONI 3 nennt sich dieser hübsche kleine Zombiestreifen von Umberto Lenzi und verweist damit auf die beiden Horrorsausen DEMONI und DEMONI 2 von Lamberto Bava. Dabei ist er auf keinen Fall zu verwechseln mit Michele Soavis DEMONS 3 (eigentlich: LA CHIESA) oder Bavas eigenem DEMONS 3: THE OGRE (eigentlich LA CASA DELL'ORCO). Und was haben alle diese Streifen gemeinsam? Richtig: Sie haben rein gar nichts mit den beiden DEMONI-Filmen zu tun und sind komplett eigenständige Filme. (Rein aus Spaß wird Bavas DEMONS 3: THE OGRE bei uns als GHOSTHOUSE II vermarktet, mit dessen Vorgänger er ebensowenig zu tun hat. Schall und Rauch.)

Viel passender für den vorliegenden Lenzi-Film sind da schon die Alternativtitel: BLACK DEMONS im Englischen, BLACK ZOMBIES im Deutschen. Die Story dreht sich um drei Studenten auf Brasilienreise: Jessica, ihren Bruder Dick und ihren Lover Kevin. In Rio wohnt Dick, der sich für magische Rituale interessiert, einer Beschwörungszeremonie bei und gerät dabei in den Bann eines unheimlichen Kultes. Bei der Weiterreise finden unsere drei Freunde eine abgelegene Fazenda, eine alte Plantage, wo sie zusammen mit dem Brasilianer José, seiner Freundin Sonja und deren Haushälterin Maria bleiben. Dick wendet die Magie des Rituals an und weckt damit sechs vor langer Zeit verstorbene Sklaven auf, die seinerzeit auf der Plantage brutal hingerichtet wurden und nun Rache suchen ...

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DAS DRACHEN-TAL: Ein Märchen-Adventure für Anfängerhelden


Es ist schon erstaunlich, wieviel größer die Spiele von damals waren, als man selber noch klein war. Nehmen wir das Adventure DAS DRACHEN-TAL für den C64, das 1985 von Markt & Technik zusammen mit FLUCHT INS PARADIES als "Abenteuer-Paket 2" verkauft wurde (auf der Hülle heißt das Programm schlicht DRACHENTAL, jenseits des Titelschirms wird es auch ohne Bindestrich, also falsch, geschrieben: DAS DRACHEN TAL). In meiner Kindheit war das ein üppiges Fantasy-Abenteuer, das mich lange beschäftigte, und das ohne Lösungshilfe für mich nicht durchspielbar gewesen wäre. Und heute? Da ist DAS DRACHEN-TAL ein nettes kleines Game für einen Nachmittag, dessen Komplexität höchst überschaubar bleibt.

Die veränderte Wahrnehmung soll allerdings nicht heißen, daß das Spiel keine Reize besäße. Das Setting wird vom Programm selber wie folgt beschrieben: "Du bist im finsteren Mittelalter. Hier gibt es noch Hexen, Drachen, edle Ritter und vor allen Dingen noch Prinzessinnen." Gut, immerhin die Hälfte dieser Dinge gab es tatsächlich im Mittelalter; der Rest paßt zusammen mit der Story eher ins Märchenreich: Der Drache Eusebius durchstreift das Land und hat das Dorf der friedliebenden Zwerge vernichtet. Der König schickt einen furchtlosen Recken - also uns, wen sonst? - los, um den Drachen aufzuhalten, und verspricht als Belohnung die Hand seiner Tochter. Nicht sehr originell, dieser König, aber man hat sich ja schon für geringere Gegenleistungen ins Getümmel gestürzt.

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SAGOR DER EROBERER: Ein Conan-Abenteuer ohne viele Worte



Noch eine Erinnerung aus meiner Commodore-Kindheit: SAGOR DER EROBERER hieß das Adventure, das von Markt & Technik 1985 zusammen mit OPERATION NEPTUN im schlichten roten Aufklapp-Format als "Abenteuer-Paket 1" verkauft wurde. Der Herr auf dem Titelbild, der nach einer Handvoll Stunden im Fitneßstudio aussieht, erinnert dabei nicht nur flüchtig an das große Barbarenvorbild Conan: Auch Sagor muß einem finsteren Magier namens Amon entgegentreten, der in diesem Falle das Land Aghrapur in Furcht und Schrecken versetzt.

Das tut er in Form eines Textadventures, bei dem beinahe jeder Raum mit einer schmucken Ganzbild-Grafik ausgerüstet wurde. Man sieht also die Zeichnung, bevor man sich durchliest, wo man überhaupt ist und was gerade passiert. Der Spieler gibt Sagor mittels Verben einfache Anweisungen und kämpft sich so durch die zahlreichen Gefahren des Landes.

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Interview: Ronald Mayer über seine C64-Listinggames


Wer mit einem der klassischen 8-Bit-Heimcomputer aufgewachsen ist, hat potentiell viele fröhliche Stunden mit dem Abtippen von Listings verbracht. Die Programme waren seinerzeit kompakt genug, daß man den kompletten Programmcode eines kleinen Spiels oder einer Anwendung abdrucken konnte - weshalb es eine ganze Reihe von Zeitschriften gab, in denen monatlich neue Software zu finden war, die der geneigte Leser in mühevoller Kleinarbeit abtippen durfte. Internet hatte noch keiner, Disketten wären zu teuer als Beigabe zu den Magazinen gewesen - also tippte man. Das war vor allem bei den Programmen biestig, die nicht nur in Basic geschrieben waren: Hier durfte man kilometerlange Zahlenkolonnen abtippen - und wer sich da mal vertippte, mußte am Ende feststellen, daß das Programm nicht lief, und durfte viele tausend Zahlen nochmal Korrektur lesen. Ja, wir frühen Computerfans waren hart im Nehmen.

Einer der fleißigsten Programmierer, der regelmäßig mit neuen Spielen in den entsprechenden Zeitschriften auftauchte, war der Österreicher Ronald Mayer, Jahrgang 1961. Er bot Jump'n'Runs, Rennspiele, Denkspiele, Baller-Action und Geschicklichkeitsgames - und das auf hohem Niveau. Nicht jedes seiner Spiele war großartig, aber viele davon waren schöne Games für Zwischendurch, originelle Knobeleien und liebevoll gemachte Software, die die Abtipparbeit belohnte. 1985 verlieh ihm die Zeitschrift Homecomputer sogar den ersten Preis in einem Wettbwerb als "Software-Champion". Einige von Ronalds Spielen hätten das Zeug zu schönen Budget-Titeln gehabt.

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EIN WALZER VOR DEM FRÜHSTÜCK: Beziehungen über Kreuz


LOVING COUPLES - bei uns EIN WALZER VOR DEM FRÜHSTÜCK - behandelt einen Komödienstoff, der ungefähr so alt ist wie die Zeit: Zwei Paare gehen quasi über Kreuz fremd. Da ist zunächst mal das Ehepaar Walter und Evelyn Kirby (James Coburn und Shirley MacLaine), beides Ärzte. Evelyn fühlt sich von Walter schwer vernachlässigt und bandelt deswegen mit Greg (Stephen Collins) an, der bei ihr im Krankenhaus liegt, weil er sich zu aufmerksam nach ihr umgedreht und dabei sein Auto in den Straßengraben gefahren hat. Evelyns sitzengelassene Freundin Stephanie (Susan Sarandon) unterrichtet Walter von dieser Affäre - woraufhin sich die beiden selber in ein Techtelmechtel stürzen. Aber sind die neu zusammengewürfelten Paare jetzt tatsächlich glücklich? Nein, wir verlosen für die richtige Antwort keine Preise.

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Neuer Artikel: 5 Überlebens-Tipps zum Jahreswechsel


Nachdem ich vor ein paar Wochen dank meiner 36 Jahre Weihnachtserfahrung für GMX schon einen Survival-Guide zum Frohen Fest schreiben durfte, kann ich nun noch fünf Überlebens-Tipps für den Jahreswechsel beisteuern.

"Wer sich ins Eskalationsgebiet wagt und womöglich selber am erbarmungslosen Feuergefecht teilnehmen möchte, kann aufatmen: Kevlar-Schutzwesten und entsprechende Helme gibt es bei den üblichen Online-Allesverkäufern schon im unteren dreistelligen Bereich. Ansonsten empfehlen wir, sich ein Vorbild an der Schweiz zu nehmen: Neutral bleiben und von sicherer Warte aus zusehen."
Weiterlesen bei: http://www.gmx.at/magazine/unterhaltung/lifestyle/ueberlebens-tipps-silvester-jahreswechsel-30329838