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THREE FOR ONE: Von Fischen, Traumfrauen und Synth-Funk-Montagen

"Schatz, deine Disco-Dance-Platten aus den Achtzigern
machen mich ganz heiß ..."
Wenn sich Regisseur Bruno Mattei und Autor Claudio Fragasso an einer Erotikkomödie versuchen, kann man als Kenner italienischer Kleinkunst allerlei erwarten - abgesehen vielleicht von einer brauchbaren Erotikkomödie. Immerhin ist Bruno, der hier als "David Graham" auftritt, der Kopf hinter solchen Granaten wie DIE HÖLLE DER LEBENDEN TOTEN, CONTAMINATOR oder ROBOMAN, während Fragasso (hier mal wieder als "Clyde Anderson") nicht nur bei all diesen Filmen als Autor beteiligt war, sondern selber als Regisseur unter anderem den - man kann es nicht anders nennen - Knüller TROLL 2 betreut hat. Derart geballte Kompetenz kann natürlich nur bedeuten, daß der vorliegende Film höchst unterhaltsam ausfällt - aus vielleicht nicht ganz beabsichtigten Gründen.

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Interview: Stefan Müller über seinen Horror-Geheimtip BIEST

Stefan Müller am Set von BIEST.

Mit seinem Horrorfilm BIEST legte der Grazer Independent-Filmemacher Stefan Müller dieses Jahr einen echten Geheimtip vor. In der Geschichte geht es um Lena und Andi, die einen Ausflug in die Berge machen, um ihre Beziehung zu retten - und dort nicht nur mit ihren privaten Problemen, sondern auch mit dem titelgebenden Biest kämpfen müssen, das schon für ominöse Blutspuren im Schnee gesorgt hat.

Das Bemerkenswerte an BIEST ist es, wie geschickt Müller den Zuseher in den Film hineinzieht: Die Kamera führt uns gemächlich in die Bergwelt, die Story tastet sich nach und nach an die Geschichte der beiden Hauptfiguren heran - und weil diese zerbrochene Beziehung glaubwürdig geschrieben ist und von den beiden großartigen Darstellern Paul Hassler und Stephanie Lexer packend gespielt wird, hängen wir bald emotional an den Figuren. Auch visuell hat der Film vor allem im ersten Part mit seinen weiten, einsamen Berglandschaften einiges zu bieten. Umso erstaunlicher, daß der Film für eine absolute Low-Budget-Summe von nur € 30.000 inszeniert und fertiggestellt wurde.

Im folgenden Interview erzählt uns Stefan Müller, wie der Film zustandegekommen ist, wie es zu einem Gastauftritt von Peter Simonischek kam, wie er inszeniert, welche Gedanken er zum Independent-Filmemachen und zum Genrefilm hat, und einiges mehr.

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IN REAL LIFE: CATFISH-Protagonist Nev Schulman über den richtigen Umgang mit dem Internet


Nev Schulman wurde 2010 mit dem Dokumentarfilm CATFISH bekannt, in dem er über Monate hinweg per Internet mit einer jungen Frau kommunizierte und sich verliebte - nur um dann bei einem neugierigen Überraschungsbesuch feststellen zu müssen, daß sich hinter seiner "Megan" eine ganz andere Person versteckte. Vermarktet wurde das Ganze durch einen geschickten Trailer wie eine Art Psychothriller, tatsächlich war CATFISH aber eine durchaus anrührende Story, bei der nicht nur die bizarren Ausmaße der Online-Lüge faszinierten, sondern auch das menschliche Drama dahinter. Die Authentizität der Geschehnisse wurde wie bei allen solchen "Selbst-Dokus" vehement hinterfragt - aber unabhängig von der Frage, wie echt das Gezeigte tatsächlich sein mag, war CATFISH eine spannende und interessant erzählte Geschichte. Nach dem Durchbruch des Films startete Schulman auf MTV eine gleichnamige Fernsehshow, in der er und sein Team ähnliche Online-Beziehungen untersuchen. Das Wort "Catfish" bezeichnet seitdem jemanden, der sich im Netz als andere Person ausgibt.

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DREI MÄNNER IM SCHNEE: Erich Kästners wundervoller Urlaub vom Ich


Schönere Ferien vom Ich sind vielleicht nie inszeniert worden: In der Verfilmung von Erich Kästners Roman DREI MÄNNER IM SCHNEE tauschen Paul Dahlke, Claus Biederstaedt und Günther Lüders die sozialen Rollen - einer gezielt, der zweite unverhofft und der dritte gezwungenermaßen - und finden als Schelmentrio zu herzlichster Freundschaft. Initiator der Verwechslungsposse ist der Geheimrat Schlüter (Dahlke), ein reicher Großindustrieller, der zum Spaß unter dem Decknamen "Eduard Schulze" an einem Wettbewerb teilnimmt und einen Aufenthalt im Luxushotel gewinnt - wo er als armer Schlucker hinzureisen gedenkt. Nur sein Butler Johann Kesselhut (Lüders) darf mit, muß aber den wohlhabenden Reedereibesitzer spielen, der Schlüter bzw. Schulze gar nicht kennt. Schlüters Tochter und seine Hausdame finden sein Vorhaben kindisch und warnen das Hotel telefonisch vor, daß der anreisende arme Mann in Wahrheit Millionär sei - weshalb die Hotelbelegschaft den anderen Gewinner des Wettbewerbs, den arbeitslosen Werbefachmann Fritz Hagedorn (Biederstädt), von hinten bis vorne verwöhnt, obwohl der tatsächlich ganz mittellos ist.

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BAUER, LEDIG, SUCHT ... 14-17: Über die Reality-Liebe


Nachdem ich unlängst für GMX über die Reality-TV-Show SUPERVUJO berichten durfte, wurde ich gleich im Anschluß daran beauftragt, die jeweils wöchentlich aktuellen Folgen der Schweizer Kuppelsendung BAUER, LEDIG, SUCHT ... zu betexten. Die befindet sich mittlerweile in der 10. Staffel, eingestiegen bin ich vor einem Monat bei Folge 14. Ja, man versteht trotzdem, was passiert: Landwirte kriegen Besuch von einer Dame, ein allzeit bereites Fernsehteam erzählt uns die kleinen Geschichten ihres Kennenlernens, und ich kommentiere beinahe gar nicht spöttisch, was passiert - oder auch nicht.

Folge 14: Liebesfrust und Liebeslust

"Grillen und Entenfüttern am See, Teigkneten in der Küche, Bootsfahrt mit Vorlesen des Horoskops: Womöglich sind das ja genau die Strategien, mit denen auch Hugh Hefner und Richard Lugner operieren."

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Folge 15: Hoffnung und Hochstimmung bei den Bauern

"Bei so viel Zuversicht in Amors Treffgenauigkeit bleibt abzuwarten, ob die nächste Sendng wirklich nur noch mit trautem Entzücken gefüllt ist. Das ist den Paaren natürlich durchaus zu wünschen, auch wenn es der Spannung halber vielleicht doch mal schön wäre, wenn der eine oder andere Traktor nicht bei der periodischen Fahrzeugprüfung durchzukommen droht."

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Folge 16: Funken, Friedenszeiten und Frauenzimmer

"Diesmal kommt Yvonne auf einen Überraschungsbesuch zurück, mit dem Köbi kaum gerechnet haben dürfte: Er hockt alleine und nachdenklich in seiner Küche, begleitet nur von einem einsamen Kamerateam, als plötzlich die Tür aufgeht."

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Folge 17: Verständigung und Veränderung

"Der Traktor wird aber nicht nur zur Gaudi mit dem neuen Foto ausgestattet: Willi fährt damit nämlich zum diesjährigen 'Traktor-Pulling-Event'. Wer sich jetzt schweissgebadete Schweizer vorstellt, die stöhnend schwere Schlepper über steile Steigungen zerren, täuscht sich: Beim Traktor-Pulling geht es darum, mit dem Gefährt einen mit Gewichten beladenen Wagen hinter sich herzuziehen. Das sieht dann fast so aus wie bei THE FAST & THE FURIOUS, nur halt nicht schnell und wild."

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Drei weitere Folgen kommen noch bis zum Ende der 10. Staffel. Diese Texte werden dann ebenso verlinkt.

(Die Links gehen über einen Proxy, weil man auf die Schweizer GMX-Seite nur zugreifen kann, wenn man sich in der Schweiz befindet.)

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Interview: Guido Henkel über sein Rollenspiel SPIRIT OF ADVENTURE


Der Spieledesigner Guido Henkel ist Freunden klassischer Rollenspiele als Kopf hinter der Trilogie um DAS SCHWARZE AUGE und als Produzent von PLANESCAPE: TORMENT bekannt. Zu seinen frühen Werken gehört das BARD'S-TALE-ähnliche Hack'n'Slay-Rollenspiel SPIRIT OF ADVENTURE, das 1991 erschien und mit knackigem Schwierigkeitsgrad so manche Schweißperle auf der Stirn des geneigten Spielers entstehen ließ.

Nach meinem Bericht über SPIRIT OF ADVENTURE habe ich Guido Henkel kontaktiert, um mit ihm detailliert über das Spiel zu reden. Im folgenden Interview reden wir über die Entstehung des Spiels, die Attic-Geschichte davor und danach, die Inspirationsquellen für verschiedene Elemente des Games, Henkels Probleme mit verschiedenen Publishern und andere Themen, die mit SPIRIT OF ADVENTURE verknüpft sind.

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CRAIGSLIST JOE: Der Glaube an die Hilfsbereitschaft


Ich habe ja eine Theorie, daß das, was früher die Reiseberichte und Entdeckergeschichten waren, heute zum sozialen Selbstversuch mutiert ist. Im 19. Jahrhundert konnte man noch diverse blinde Flecken auf der Landkarte ausmachen und sich auf gefährliche Erkundungsreisen begeben, von denen man den Menschen zuhause berichtete. Heute gibt es auf der Welt nicht mehr viel Gebiete zu bereisen, die nicht schon ausgiebig dokumentiert wurden - also beschreiten manche Menschen eben experimentelle Lebenspfade und erzählen von dem, was sie dort erlebt haben. Ob nun Danny Wallace versucht, möglichst viele Menschen dazu zu bringen, einer Sache beizutreten, die eigentlich keinen Inhalt außer dem Beitreten hat (JOIN ME) oder Morgan Spurlock sich selber mit ausschließlicher McDonald's-Ernährung potentiell die Gesundheit ruiniert (SUPER SIZE ME): Die literarischen und filmischen Protokolle dieser Abenteuer lassen uns auf die eine oder andere Weise Bereiche der Welt sehen, die uns bislang verborgen blieben.

Der Filmemacher Joseph Garner hängt seine filmische Reise an einer Website auf: Craigslist, eine amerikanische Anzeigenbörse, in der es zu wirklich jedem Thema Angebote und Gesuche gibt. Garners Ansatz: Weil es immer heißt, daß die Technologie Menschen voneinander entfremdet, will er versuchen, einen Monat lang Amerika zu durchqueren und dabei nur von Kontakten zu leben, die sich durch Craigslist ergeben - Essen, Transport, Unterkunft und alles andere muß sich also durch Angebote regeln lassen, die andere machen, oder durch per Craigslist arrangierte Tauschgeschäfte.

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Nachruf: Wayne Static (1965-2014)



Gestern, am 1. November 2014, ist Static-X-Frontmann Wayne Static gestorben. 48 Jahre alt war er, in ein paar Tagen hätte er Geburtstag gehabt. Die Todesursache ist noch ungeklärt, aber einige Tweets von Musikerkollegen deuten auf eine Drogenüberdosis hin. Ich will das gar nicht wissen, es ist mir egal. Ich will lieber über sein Leben reden als über seinen Tod.

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Ein SUPERVUJO auf Sinnsuche


Auf dem Schweizer TV-Sender 3+ lief am 13. und am 20. Oktober der Reality-Zweiteiler SUPERVUJO, in dem der Fußballer Vujo Gavric - bekannt aus der Kuppelshow BACHELOR - Wein, Weib und Gesang frönt. Für die News von GMX.ch habe ich zu beiden Sendungen einen Nachbericht geschrieben:

"Im Discofieber zeigt sich die Sendung ganz auf Augenhöhe mit dem Ex-Bachelor: Die Kamera schaut gerne gezielt auf die Oberweiten der tanzenden Frauen. Vujo lacht sich zwei Mädels an, von denen eine so aufgetakelt ist, dass sie womöglich mit einem ganz anderen Filmdreh gerechnet hat. Weil sie Chanelle heisst und den Spitznamen Coco trägt, fragt Vujo sie, wie sie beim Sex am liebsten genannt werden will. 'Man kann mit ihm über alles reden', schwärmt die dunkelhaarige Freundin später im Interview."

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"Die Damen spielen freilich auch im zweiten Teil von "Supervujo" eine wichtige Rolle, aber das nicht nur in Bezug auf Vujos eigenes Liebesleben: Er avanciert diesmal zum 'Love Coach', um einen hilflosen jungen Mann an der Hand - oder einem anderen Körperteil - durch die furchteinflössende Welt der Rendezvous zu führen. Der hoffnungsfrohe Kandidat heisst Christian, ist gelernter Bäcker und hat Vujos Hilfe offenbar schon so sehnlich erwartet, dass er beim Kennenlernen bereits ein Ansteckmikro trägt."

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(Die Links gehen über einen Proxy, weil die Seite gmx.ch nur von der Schweiz aus direkt aufrufbar ist.)

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SIX GRAVES - Willst du ein Spiel spielen ... ohne Budget?


Was kriegt man, wenn man SAW mit BURIED kreuzt? Gar keine so schlechte Horrorfilmprämisse: Nach einer ausufernden Party spielt ein Wahnsinniger ein perfides Spiel mit dem Mädchen Brie - er hat sechs ihrer Freunde mitsamt ihren Handys in Kisten eingebuddelt, und sie muß nun im Wettlauf gegen die Zeit herausfinden, wo sich die einzelnen Gräber befinden. Und was kriegt man, wenn man diese Geschichte dann ohne Geld und ohne brauchbares Skript verfilmt? Laßt mal, es war eine rhetorische Frage.

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RUNNER RUNNER - Die alte Leier vom vielen Geld


Mit der Zeit wird offenbar jede Geschichte zu ihrem eigenen Genre. So wie DER GROSSE FRUST einen steten Strom an ähnlichen Stories inspirierte, in denen Freunde von einst auf ihr bisheriges Leben zurückblicken, ist WALL STREET mittlerweile auch schon eine eigene Schublade: die Geschichte vom aufstrebenden, brillanten jungen Mann, der mit Ausblick auf immensen Reichtum in die Glitzerwelt eines knallharten Geschäfts hineingezogen wird, bis er erfährt, was der wahre Preis für dieses vermeintlich paradiesische Leben ist. RUNNER RUNNER erzählt diese Story vor dem Hintergrund einer Online-Poker-Firma.

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U-BAHN - NÄCHSTER HALT: TERROR - Genrespannung mit einer Prise Politdiskurs


Ich bin mir nicht ganz sicher, wo mein Faible für psychologische Spannung auf engstem Raum angefangen hat. Vielleicht war es Wolfgang Petersens klaustrophobisches Kriegsdrama DAS BOOT, das ich als Kind wegen meiner Faszination für U-Boote gesehen habe; ganz sicher spielte Carl Schenkels 4-Menschen-im-Fahrstuhl-Thriller ABWÄRTS eine große Rolle, den ich in jungen Jahren unzählige Male angeschaut habe. Ich mag es, unterschiedliche Figuren in einer begrenzten Lokalität aufeinanderprallen zu sehen - in einem Raum, den sie nicht verlassen können, und der vielleicht sogar Lebensgefahr bedeutet. Es fasziniert mich, wie in diesen Situationen die Alltäglichkeit abgestreift wird und die Figuren ihre Geheimnisse und wahren Gesichter offenbaren, und gleichzeitig finde ich es spannend, wie Filmemacher mit solch beschränkten Mitteln inszenatorisch umgehen - ob es nun der bühnenhafte Beratungsraum der 12 GESCHWORENEN ist, das verbarrikadierte Haus in DIE NACHT DER LEBENDEN TOTEN oder das Apartment in COCKTAIL FÜR EINE LEICHE.

Auch Robert Kirbysons Low-Budget-Thriller U-BAHN - NÄCHSTER HALT: TERROR (im Original einfach RED LINE) bugsiert sein kleines Ensemble in kürzester Zeit in einen abgeschlossenen Raum, in dem sie bis zum Filmende bleiben werden: In einer U-Bahn in Los Angeles wird ein Bombenanschlag verübt, und ein paar überlebende Passagiere sind nun in dem verschütteten Tunnel gefangen. Während sie einen Ausweg suchen, finden sie eine zweite Bombe - und der Verdacht keimt auf, daß der Terrorist vielleicht als Selbstmordattentäter noch unter ihnen sein könnte ...

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ZOMBIES UNTER KANNIBALEN: Das hängt irgendwie zusammen!


Eifrige Archäologen der Untiefen meines Blogs wissen es schon: Ich habe kein sehr enges Herz, wenn es um europäisches Genrekino vergangener Dekaden geht. So ist es auch kaum verwunderlich, daß mein Horrorseelchen schon einen Hüpfer macht, wenn in dicken roten Lettern die schaurigen Worte ZOMBI HOLOCAUST auf dem Schirm erscheinen und dazu tiefergelegte Analogsynths wohlig brummen. Glücklicherweise ist der folgende Film auch so irrwitzig und entzückend hanebüchen, wie es der reißerische Titel verspricht!

Das Wörtchen "Holocaust" geisterte eine Zeitlang wie ein Logo durch das Bahnhofskino: Man erkannte daran die Extremfilme italienischen Ursprungs, die mit grenzüberschreitenden Gore-Effekten die Lust am Nervenkitzel ausloteten. Es gab den CANNIBAL HOLOCAUST, es gab einen JUNGLE HOLOCAUST, der HOLOCAUST 2000 drohte, man konnte einen BLUE HOLOCAUST erspähen oder sich auf den PORNO HOLOCAUST freuen. Mittendrin gab es halt auch noch den ZOMBI(E) HOLOCAUST, dessen deutscher Titel zeigt, welche beiden Strömungen des Italo-Genrekinos hier zusammenfanden: ZOMBIES UNTER KANNIBALEN. Hamm-hamm.

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INKOGNITO: Börsenmakler Jon Cryer als Undercover-Schüler


Unglaublich, wie sich INKOGNITO abplagt, um zu seiner eigentlichen Geschichte zu kommen: Ein 29jähriger Börsenmakler namens Andrew Morenski geht als Schüler verkleidet auf die Highschool seines jungen Cousins. Das macht er, weil er in zwielichtige Geschäfte mit der Mafia verwickelt war und nun von Killern gejagt wird, die sicherstellen wollen, daß er bei einem anstehenden Prozeß nicht aussagen kann. Und weil er sich nicht ausreichend beschützt fühlt vom FBI, taucht er unter falschem Namen an besagter Schule unter.

Daß sich Andrew in der Gegenwart des FBI nicht sicher fühlt, liegt nicht ausschließlich an denen. Nach einiger Zeit in einem bewachten Versteck wird unser Zeuge nämlich quengelig und will aus dem Haus. Er überredet die beiden für ihn abgestellten Agenten, mit ihm in ein Diner essen zu gehen. Dort sitzt auch prompt ein fieser Attentäter, der einen der FBI-Leute erschießt und den anderen verwundet - Andrew kann mit knapper Not entkommen. Wahrscheinlich hat die Mafia in jedem Diner Amerikas sicherheitshalber einen Killer postiert, der etwaige wichtige Zeugen abpassen kann, wenn sie mit ihren Bodyguards mal nicht nur vom Pizzalieferanten verköstigt werden wollen.

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TWILIGHT - Bis(s) zum Abwinken: Ein kritischer Blick auf die ganze Saga


"Ein Gentleman kann keine Wette ablehnen", sagte einst Kult-Regisseur Richard Stanley. So mußte ich also schon um der Ehre willen die Herausforderung annehmen, trotz möglicher Zielgruppenverfehlung alle fünf TWILIGHT-Filme hintereinander anzusehen - dankenswerterweise in einem Zeitraum von 72 Stunden und nicht an nur einem einzigen Tag - und hinterher wohlfeile Worte darüber zu verfassen. Nun denn: Widmen wir uns mit angespitztem Auge den Abenteuern von Bella Swan.

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