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THE IRON GIRL: Low-Budget-Karate mit Over-the-Top-Synchro

 
"Leute wie du sollten rappen oder steppen, aber nicht die Kundschaft neppen", empfiehlt der halbstarke Rocker in einer fast leeren Kneipe dem wie Eddie Murphy herumkieksenden schwarzen Kellner - herzlich willkommen im Synchronisationswunder THE IRON GIRL! Man kennt das ja von anderen Streifen, daß sich die deutschen Sprecher mit flapsigen Sprüchen und heiterem Geblödel die Kante geben - manchmal, um den Witz noch ein bißchen zu verstärken, wie in den Terence-Hill-und-Bud-Spencer-Filmen, und manchmal, um überhaupt welchen hineinzukriegen, wie - nunja - in den ganz frühen Terence-Hill-und-Bud-Spencer-Filmen. THE IRON GIRL geht da noch einen Schritt weiter: Die Synchronmeister schienen sich derart bei dem billig inszenierten Karatefilmchen gelangweilt zu haben, daß sie nicht nur herumblödeln, sondern sich dabei sogar über den Film lustig machen.

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BLACK ZOMBIES: Die Rache der ausgebeuteten Kolonien


Da sind wir wieder im Land der vermeintlichen Fortsetzungen: DEMONI 3 nennt sich dieser hübsche kleine Zombiestreifen von Umberto Lenzi und verweist damit auf die beiden Horrorsausen DEMONI und DEMONI 2 von Lamberto Bava. Dabei ist er auf keinen Fall zu verwechseln mit Michele Soavis DEMONS 3 (eigentlich: LA CHIESA) oder Bavas eigenem DEMONS 3: THE OGRE (eigentlich LA CASA DELL'ORCO). Und was haben alle diese Streifen gemeinsam? Richtig: Sie haben rein gar nichts mit den beiden DEMONI-Filmen zu tun und sind komplett eigenständige Filme. (Rein aus Spaß wird Bavas DEMONS 3: THE OGRE bei uns als GHOSTHOUSE II vermarktet, mit dessen Vorgänger er ebensowenig zu tun hat. Schall und Rauch.)

Viel passender für den vorliegenden Lenzi-Film sind da schon die Alternativtitel: BLACK DEMONS im Englischen, BLACK ZOMBIES im Deutschen. Die Story dreht sich um drei Studenten auf Brasilienreise: Jessica, ihren Bruder Dick und ihren Lover Kevin. In Rio wohnt Dick, der sich für magische Rituale interessiert, einer Beschwörungszeremonie bei und gerät dabei in den Bann eines unheimlichen Kultes. Bei der Weiterreise finden unsere drei Freunde eine abgelegene Fazenda, eine alte Plantage, wo sie zusammen mit dem Brasilianer José, seiner Freundin Sonja und deren Haushälterin Maria bleiben. Dick wendet die Magie des Rituals an und weckt damit sechs vor langer Zeit verstorbene Sklaven auf, die seinerzeit auf der Plantage brutal hingerichtet wurden und nun Rache suchen ...

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DAS DRACHEN-TAL: Ein Märchen-Adventure für Anfängerhelden


Es ist schon erstaunlich, wieviel größer die Spiele von damals waren, als man selber noch klein war. Nehmen wir das Adventure DAS DRACHEN-TAL für den C64, das 1985 von Markt & Technik zusammen mit FLUCHT INS PARADIES als "Abenteuer-Paket 2" verkauft wurde (auf der Hülle heißt das Programm schlicht DRACHENTAL, jenseits des Titelschirms wird es auch ohne Bindestrich, also falsch, geschrieben: DAS DRACHEN TAL). In meiner Kindheit war das ein üppiges Fantasy-Abenteuer, das mich lange beschäftigte, und das ohne Lösungshilfe für mich nicht durchspielbar gewesen wäre. Und heute? Da ist DAS DRACHEN-TAL ein nettes kleines Game für einen Nachmittag, dessen Komplexität höchst überschaubar bleibt.

Die veränderte Wahrnehmung soll allerdings nicht heißen, daß das Spiel keine Reize besäße. Das Setting wird vom Programm selber wie folgt beschrieben: "Du bist im finsteren Mittelalter. Hier gibt es noch Hexen, Drachen, edle Ritter und vor allen Dingen noch Prinzessinnen." Gut, immerhin die Hälfte dieser Dinge gab es tatsächlich im Mittelalter; der Rest paßt zusammen mit der Story eher ins Märchenreich: Der Drache Eusebius durchstreift das Land und hat das Dorf der friedliebenden Zwerge vernichtet. Der König schickt einen furchtlosen Recken - also uns, wen sonst? - los, um den Drachen aufzuhalten, und verspricht als Belohnung die Hand seiner Tochter. Nicht sehr originell, dieser König, aber man hat sich ja schon für geringere Gegenleistungen ins Getümmel gestürzt.

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SAGOR DER EROBERER: Ein Conan-Abenteuer ohne viele Worte



Noch eine Erinnerung aus meiner Commodore-Kindheit: SAGOR DER EROBERER hieß das Adventure, das von Markt & Technik 1985 zusammen mit OPERATION NEPTUN im schlichten roten Aufklapp-Format als "Abenteuer-Paket 1" verkauft wurde. Der Herr auf dem Titelbild, der nach einer Handvoll Stunden im Fitneßstudio aussieht, erinnert dabei nicht nur flüchtig an das große Barbarenvorbild Conan: Auch Sagor muß einem finsteren Magier namens Amon entgegentreten, der in diesem Falle das Land Aghrapur in Furcht und Schrecken versetzt.

Das tut er in Form eines Textadventures, bei dem beinahe jeder Raum mit einer schmucken Ganzbild-Grafik ausgerüstet wurde. Man sieht also die Zeichnung, bevor man sich durchliest, wo man überhaupt ist und was gerade passiert. Der Spieler gibt Sagor mittels Verben einfache Anweisungen und kämpft sich so durch die zahlreichen Gefahren des Landes.

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Interview: Ronald Mayer über seine C64-Listinggames


Wer mit einem der klassischen 8-Bit-Heimcomputer aufgewachsen ist, hat potentiell viele fröhliche Stunden mit dem Abtippen von Listings verbracht. Die Programme waren seinerzeit kompakt genug, daß man den kompletten Programmcode eines kleinen Spiels oder einer Anwendung abdrucken konnte - weshalb es eine ganze Reihe von Zeitschriften gab, in denen monatlich neue Software zu finden war, die der geneigte Leser in mühevoller Kleinarbeit abtippen durfte. Internet hatte noch keiner, Disketten wären zu teuer als Beigabe zu den Magazinen gewesen - also tippte man. Das war vor allem bei den Programmen biestig, die nicht nur in Basic geschrieben waren: Hier durfte man kilometerlange Zahlenkolonnen abtippen - und wer sich da mal vertippte, mußte am Ende feststellen, daß das Programm nicht lief, und durfte viele tausend Zahlen nochmal Korrektur lesen. Ja, wir frühen Computerfans waren hart im Nehmen.

Einer der fleißigsten Programmierer, der regelmäßig mit neuen Spielen in den entsprechenden Zeitschriften auftauchte, war der Österreicher Ronald Mayer, Jahrgang 1961. Er bot Jump'n'Runs, Rennspiele, Denkspiele, Baller-Action und Geschicklichkeitsgames - und das auf hohem Niveau. Nicht jedes seiner Spiele war großartig, aber viele davon waren schöne Games für Zwischendurch, originelle Knobeleien und liebevoll gemachte Software, die die Abtipparbeit belohnte. 1985 verlieh ihm die Zeitschrift Homecomputer sogar den ersten Preis in einem Wettbwerb als "Software-Champion". Einige von Ronalds Spielen hätten das Zeug zu schönen Budget-Titeln gehabt.

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EIN WALZER VOR DEM FRÜHSTÜCK: Beziehungen über Kreuz


LOVING COUPLES - bei uns EIN WALZER VOR DEM FRÜHSTÜCK - behandelt einen Komödienstoff, der ungefähr so alt ist wie die Zeit: Zwei Paare gehen quasi über Kreuz fremd. Da ist zunächst mal das Ehepaar Walter und Evelyn Kirby (James Coburn und Shirley MacLaine), beides Ärzte. Evelyn fühlt sich von Walter schwer vernachlässigt und bandelt deswegen mit Greg (Stephen Collins) an, der bei ihr im Krankenhaus liegt, weil er sich zu aufmerksam nach ihr umgedreht und dabei sein Auto in den Straßengraben gefahren hat. Evelyns sitzengelassene Freundin Stephanie (Susan Sarandon) unterrichtet Walter von dieser Affäre - woraufhin sich die beiden selber in ein Techtelmechtel stürzen. Aber sind die neu zusammengewürfelten Paare jetzt tatsächlich glücklich? Nein, wir verlosen für die richtige Antwort keine Preise.

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Neuer Artikel: 5 Überlebens-Tipps zum Jahreswechsel


Nachdem ich vor ein paar Wochen dank meiner 36 Jahre Weihnachtserfahrung für GMX schon einen Survival-Guide zum Frohen Fest schreiben durfte, kann ich nun noch fünf Überlebens-Tipps für den Jahreswechsel beisteuern.

"Wer sich ins Eskalationsgebiet wagt und womöglich selber am erbarmungslosen Feuergefecht teilnehmen möchte, kann aufatmen: Kevlar-Schutzwesten und entsprechende Helme gibt es bei den üblichen Online-Allesverkäufern schon im unteren dreistelligen Bereich. Ansonsten empfehlen wir, sich ein Vorbild an der Schweiz zu nehmen: Neutral bleiben und von sicherer Warte aus zusehen."
Weiterlesen bei: http://www.gmx.at/magazine/unterhaltung/lifestyle/ueberlebens-tipps-silvester-jahreswechsel-30329838

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CHEERBALLS: Fesche Menschen hüpfen durchs Leben


Irgendwann sollte mal jemand ein Buch über das Subgenre des Cheerleader-Films herausbringen. Vielleicht ich? In so einem Nachschlagewerk lernt man dann, alle GIRLS-UNITED-Teile an der Handlung auseinanderzuhalten, man spannt einen historischen Rahmen zu Siebziger-Billigkomödien wie REVENGE OF THE CHEERLEADERS, man gruppiert die netten leicht und noch leichter bekleideten Darstellerinnen wie im Highschool-Jahrbuch, und man redet über solche Cheerleader-Filme, von denen noch nie jemand etwas gehört hat - so wie der vorliegende CHEERBALLS aus dem Jahr 1984, der im Original ein enthusiastisches GIMME AN "F" als Titel trägt. Sollte der mehr oder minder verschollene Streifen irgendwann mal auf DVD wiederveröffentlicht werden, wird er vielleicht als GIRLS UNITED 0 erscheinen, und dann kann man sich wieder mit der Handlung anstrengen. Vielleicht merkt man sich's so leichter: CHEERBALLS ist der Cheerleader-Film, wo Männer mehr nackte Haut zeigen als die ganzen Mädels.

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BLUE ANGEL CAFE: Ein Song für alle Lebenslagen

 

Politiker und Nachtclubsängerin: Das wird nichts. Bitteschön, ich habe euch eben anderthalb Stunden Softsexdrama quasi ohne Auslassungen kompakt zusammengefaßt - ihr müßt also BLUE ANGEL CAFE nicht sehen und könnt euch anderen Softsexdramen zuwenden.

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Neue Artikel: Heimliche & bizarre Weihnachtsfilme


Noch mehr Weihnachtsartikel für GMX: Ich berichte einerseits über solche Filme, die man beim ersten, zweiten und vielleicht auch dritten Nachdenken gar nicht dem Fest der Liebe zuordnen würde - und präsentiere die fünf wahrlich bizarrsten Weihnachtsfilme aller Zeiten. Jawohl, das STAR WARS HOLIDAY SPECIAL ist dabei - aber der ist nur auf Platz 5 ...

STIRB LANGSAM, EYES WIDE SHUT und GREMLINS: Die heimlichen Weihnachtsfilme
"Klassischerweise denkt man bei Weihnachtsfilmen an sentimentale Festtagsgeschichten wie "Der kleine Lord" oder "Ist das Leben nicht schön?", vielleicht auch an gutherzige Komödien wie das Chevy-Chase-Chaos "Schöne Bescherung" oder "Kevin – Allein zu Haus". Weihnachtsprofis mit Sinn für schwarzen Humor fällt aber vielleicht die Horrorkomödie "Gremlins" ein: Da erzählt Phoebe Cates in einer der legendärsten Szenen von ihrem Vater, der als Weihnachtsmann verkleidet den Kamin herabklettern wollte und sich dabei den Hals brach – was die Familie erst Wochen später durch einen merkwürdigen Geruch im Schornstein merkte..."
http://www.gmx.at/magazine/unterhaltung/tv-film/stirb-eyes-wide-shut-gremlins-heimlichen-weihnachtsfilme-30262318

Die 5 bizarrsten Weihnachtsfilme aller Zeiten
Jeder kennt die besinnlichen Filmklassiker zur Festtagszeit, aber daneben gibt es eine ganze Reihe weniger bekannter Streifen, über die man sich teilweise nur wundern kann. Wookieweihnachten, Teufelspläne, Marsmenschen, Nazi-Experimente und mannsgroße Hasen: Wir präsentieren die fünf wahrlich merkwürdigsten Weihnachtsfilm-Auswüchse.
http://www.gmx.at/magazine/unterhaltung/tv-film/5-bizarrsten-weihnachtsfilme-zeiten-30283852

Photo (C) action press / Collection Christophel

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Neue Artikel: "Psychologie des Spendens" und "8 Überlebens-Tipps für die besinnliche Zeit"

Zu Weihnachten habe ich von GMX einige Aufträge zu Artikeln gekriegt, die sich rund um das Fest der Liebe drehen.

Psychologie des Spendens: Was hinter der guten Tat zu Weihnachten steckt
Warum spenden Menschen zu Weihnachten lieber als sonst im Jahr? Was steckt eigentlich hinter dem Spenden? Und was hält Menschen davon ab, zu spenden? Für den Artikel habe ich Interviews mit Dipl.-Psych. Albrecht Schnabel von der Universität München sowie mit Glücksforscher Dr. Stephan Lermer geführt, um diesen Fragen auf den Grund zu gehen.
http://www.gmx.at/magazine/geld-karriere/psychologie-spendens-weihnachten-steckt-30288454 

Acht Überlebens-Tipps für die besinnliche Zeit
Etwas weniger ernst: Meine acht Survival-Tipps für die Zeit rund um Weihnachten - inklusive hochpraktikabler Vorschläge, wie man mit "Last Christmas", Verwandtenbesuchen und dem ganzen Konsumrausch fertigwerden kann.
http://www.gmx.at/magazine/unterhaltung/lifestyle/weihnachten-ueberlebens-tipps-besinnliche-zeit-30262316

In diesem Sinne: Frohes Fest!


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THREE FOR ONE: Von Fischen, Traumfrauen und Synth-Funk-Montagen

"Schatz, deine Disco-Dance-Platten aus den Achtzigern
machen mich ganz heiß ..."
Wenn sich Regisseur Bruno Mattei und Autor Claudio Fragasso an einer Erotikkomödie versuchen, kann man als Kenner italienischer Kleinkunst allerlei erwarten - abgesehen vielleicht von einer brauchbaren Erotikkomödie. Immerhin ist Bruno, der hier als "David Graham" auftritt, der Kopf hinter solchen Granaten wie DIE HÖLLE DER LEBENDEN TOTEN, CONTAMINATOR oder ROBOMAN, während Fragasso (hier mal wieder als "Clyde Anderson") nicht nur bei all diesen Filmen als Autor beteiligt war, sondern selber als Regisseur unter anderem den - man kann es nicht anders nennen - Knüller TROLL 2 betreut hat. Derart geballte Kompetenz kann natürlich nur bedeuten, daß der vorliegende Film höchst unterhaltsam ausfällt - aus vielleicht nicht ganz beabsichtigten Gründen.

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Interview: Stefan Müller über seinen Horror-Geheimtip BIEST

Stefan Müller am Set von BIEST.

Mit seinem Horrorfilm BIEST legte der Grazer Independent-Filmemacher Stefan Müller dieses Jahr einen echten Geheimtip vor. In der Geschichte geht es um Lena und Andi, die einen Ausflug in die Berge machen, um ihre Beziehung zu retten - und dort nicht nur mit ihren privaten Problemen, sondern auch mit dem titelgebenden Biest kämpfen müssen, das schon für ominöse Blutspuren im Schnee gesorgt hat.

Das Bemerkenswerte an BIEST ist es, wie geschickt Müller den Zuseher in den Film hineinzieht: Die Kamera führt uns gemächlich in die Bergwelt, die Story tastet sich nach und nach an die Geschichte der beiden Hauptfiguren heran - und weil diese zerbrochene Beziehung glaubwürdig geschrieben ist und von den beiden großartigen Darstellern Paul Hassler und Stephanie Lexer packend gespielt wird, hängen wir bald emotional an den Figuren. Auch visuell hat der Film vor allem im ersten Part mit seinen weiten, einsamen Berglandschaften einiges zu bieten. Umso erstaunlicher, daß der Film für eine absolute Low-Budget-Summe von nur € 30.000 inszeniert und fertiggestellt wurde.

Im folgenden Interview erzählt uns Stefan Müller, wie der Film zustandegekommen ist, wie es zu einem Gastauftritt von Peter Simonischek kam, wie er inszeniert, welche Gedanken er zum Independent-Filmemachen und zum Genrefilm hat, und einiges mehr.

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IN REAL LIFE: CATFISH-Protagonist Nev Schulman über den richtigen Umgang mit dem Internet


Nev Schulman wurde 2010 mit dem Dokumentarfilm CATFISH bekannt, in dem er über Monate hinweg per Internet mit einer jungen Frau kommunizierte und sich verliebte - nur um dann bei einem neugierigen Überraschungsbesuch feststellen zu müssen, daß sich hinter seiner "Megan" eine ganz andere Person versteckte. Vermarktet wurde das Ganze durch einen geschickten Trailer wie eine Art Psychothriller, tatsächlich war CATFISH aber eine durchaus anrührende Story, bei der nicht nur die bizarren Ausmaße der Online-Lüge faszinierten, sondern auch das menschliche Drama dahinter. Die Authentizität der Geschehnisse wurde wie bei allen solchen "Selbst-Dokus" vehement hinterfragt - aber unabhängig von der Frage, wie echt das Gezeigte tatsächlich sein mag, war CATFISH eine spannende und interessant erzählte Geschichte. Nach dem Durchbruch des Films startete Schulman auf MTV eine gleichnamige Fernsehshow, in der er und sein Team ähnliche Online-Beziehungen untersuchen. Das Wort "Catfish" bezeichnet seitdem jemanden, der sich im Netz als andere Person ausgibt.

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DREI MÄNNER IM SCHNEE: Erich Kästners wundervoller Urlaub vom Ich


Schönere Ferien vom Ich sind vielleicht nie inszeniert worden: In der Verfilmung von Erich Kästners Roman DREI MÄNNER IM SCHNEE tauschen Paul Dahlke, Claus Biederstaedt und Günther Lüders die sozialen Rollen - einer gezielt, der zweite unverhofft und der dritte gezwungenermaßen - und finden als Schelmentrio zu herzlichster Freundschaft. Initiator der Verwechslungsposse ist der Geheimrat Schlüter (Dahlke), ein reicher Großindustrieller, der zum Spaß unter dem Decknamen "Eduard Schulze" an einem Wettbewerb teilnimmt und einen Aufenthalt im Luxushotel gewinnt - wo er als armer Schlucker hinzureisen gedenkt. Nur sein Butler Johann Kesselhut (Lüders) darf mit, muß aber den wohlhabenden Reedereibesitzer spielen, der Schlüter bzw. Schulze gar nicht kennt. Schlüters Tochter und seine Hausdame finden sein Vorhaben kindisch und warnen das Hotel telefonisch vor, daß der anreisende arme Mann in Wahrheit Millionär sei - weshalb die Hotelbelegschaft den anderen Gewinner des Wettbewerbs, den arbeitslosen Werbefachmann Fritz Hagedorn (Biederstädt), von hinten bis vorne verwöhnt, obwohl der tatsächlich ganz mittellos ist.